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Lasst die Lehrer/innen in Ruhe arbeiten

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Pädagogen können sich immer weniger auf einen verbindlichen Rahmen berufen. Eine sagenhafte Innovations- und Fortbildungshysterie treibt sie mit überzogenen Erwartungen pädagogisch ins Grenzenlose.

Vom „Wissensvermittler“ von einst erwartet man sich heute den Schulentwickler, der zusätzlich Zeit in Steuerungsgruppensitzungen, Schulprofilgremien, Teamsitzungen und pädagogischen Fachkonferenzen verbringt, der an Zielformulierungen und Evaluationskriterien arbeitet, an der Planung von Veranstaltungen zur Eltern- und Schülermitwirkung beteiligt ist und sich regelmäßig mit außerschulischen Partnern trifft.

Zukunftsfähigkeit heißt nicht, dass man das Rad der Schulpädagogik ständig neu erfinden muss. Zukunftsfähigkeit entscheidet sich nicht mit der Frage nach Ziffernbeurteilung, Ganztagsbetreuung, Gesamtschule, Abschaffung des Sitzenbleibens, Dienstzeiten der Lehrer/innen, ihre Entbeamtung, Beseitigung der 50-Minuten-Einheiten, … . Diese Liste könnte man beliebig fortsetzen.

Wir sollten uns zurückhalten mit der Lust, ständig am Schüler herumexperimentieren zu wollen. Wir sollten uns nicht selber verleugnen und die Legendenbildung um sogenannte „Siegerländer“ beenden. Und wir sollten nicht glauben, dass jede Veränderung eine Verbesserung sein muss.

Der Schule ist zu wünschen, dass sie wieder mehr zur Ruhe kommt

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