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Glühbirne im mittleren Osten

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Das Israel ein Land ist, bei dem ein versuchtes Brainstorming versagen würde, kann man nicht behaupten. Seine Erwähnung reicht aus, um eine Lawine an Assoziationen loszutreten, die allesamt sehr verschiedenartig zuerst in unseren Kopf und folglich aufs Papier kommen würden. Dort fänden sich dann Schwarz auf Weiß Begriffe aus dem Judentum, neben militärischen Attributen und unter Baikeles und Jerusalem würde dann vielleicht noch der Name Ephraim Kishon auftauchen. Wessen Liste auch mit den Worten USB-Stick, ICQ oder Pomelo prahlt, der ist gut informiert und beschreibt ein weiteres der vielen Gesichter des Judenstaates: Israel als Nation, in der Bildung mit Großbuchstaben geschrieben wird.

Größenmäßig mag der junge Staat wie ein Staubkorn auf der Weltkarte wirken, doch die Erfindungen, die den Köpfen seiner Bewohner entspringen, haben eine Strahlkraft, die auch noch den letzten Winkel der Erdkugel erleuchtet. Die höchste Rate an Universitätsabschlüssen, sowie die meisten Ingenieure und Naturwissenschaftler weltweit zeigen ihre Wirkung und machen aus Israel ein Epizentrum des Wissens. Technologisch macht den Israelis so schnell niemand etwas vor, kommen doch neben dem USB-Stick und dem Messenger Service ICQ auch die Technologie für Handy und Anrufbeantworter aus ihren Reihen. Gleicherweise abseits dieses Bereiches trägt die israelische Erfindungsgabe ihre Früchte – im wahrsten Sinne des Wortes: die Technik des Tröpfchenbewässerungssystems brachte ihre Wüste zum Blühen und ermöglicht, dass nicht wenige der Früchte in unseren Supermarktregalen mit einem Israel-Sticker versehen sind. Aber ein Land, dessen kollektives Gehirn auf Hochtouren zu arbeiten scheint, fängt erst dort richtig zu werken an, wo andere schon das Ende sehen. Es erfindet seine eigenen Früchte und aus diesen wiederum neue. So utopisch das auch klingen mag, ein Biss in die süß-säuerliche Pomelo genügt wohl als Beweis. Diese Zitrusfrucht entstand in den 70er Jahren aus einer Kreuzung zwischen Grapefruit und Pampelmuse und wurde dann ihrerseits noch einmal mit der Grapefruit vermischt. Daraufhin erblickte die süßere Sweetie das Licht der Welt. Verrückt? Bestimmt, doch nur zu häufig sind Genie und Wahnsinn unmittelbare Nachbarn.

Auf der Spurensuche nach den Auslösern eines derartigen Wissenschaftsfeuerwerks kann man leicht die Fährte aufnehmen. Mit seiner Einwanderungspolitik, die es nach wie vor einem jedem Juden ermöglicht, sich im heiligen Land niederzulassen, öffnet Israel seine Tore für Einflüsse und Wissen aus aller Welt. Ebenso wenig zu übersehen ist, dass das Judentum und seine Anhänger seit jeher Blüten auf dem Baum der Intellektualität waren. Es kommt gewiss nicht von ungefähr, dass aus dem Schoß dieser Religion derart viele Nobelpreisträger in die Welt entlassen wurden. Die Errungenschaften eines Staates, der die Wertschätzung, die der Bildung im Judentum entgegengebracht wird, bündelt, sind nur die logischen Folgen einer jahrtausende alten Tradition.

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Kommentare

  • Glühbirne im mittleren Osten
    Das Israel ein Land ist, bei dem ein versuchtes Brainstorming versagen würde, kann man nicht behaupten. Seine Erwähnung reicht aus, um eine Lawine an Assoziationen loszutreten.
  • Blut trocknet nicht
    Wofür ist Albanien berühmt? Dafür, dass es mit Moldawien um den Platz des ärmsten Staates in Europa rittert? Für Mutter Teresa?
  • Es hat sich ausgereist
    Gestern wurde ich auf der Straße im wahrsten Sinne des Wortes angetorkelt. Nach einem durchdringenden Blick konnte ich unter der vom Schwips verfärbten Nase...
  • Blut trocknet nicht
    Wofür ist Albanien berühmt? Dafür, dass es mit Moldawien um den Platz des ärmsten Staates in Europa rittert? Für Mutter Teresa?
  • Es hat sich ausgereist
    Gestern wurde ich auf der Straße im wahrsten Sinne des Wortes angetorkelt. Nach einem durchdringenden Blick konnte ich unter der vom Schwips verfärbten Nase...
  • Neulich am Fischstand
    Durch den kalten Schnee zu stapfen, um Fisch aus warmen Gewässern zu kaufen ist an sich ja schon eine schöne Sache.

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