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Hoffnung

Die Hoffnung ist eine innere Kraft, ähnlich wie der Überlebenswille, aber weniger zwingend. Sie bietet sich immer wieder an weil sie sehr sehr großzügig ist. Man kann sie aber auch sehr enttäuschen, und dann wird sie sauer und mürrisch. Sie ist aber auch schnell wieder versöhnlich wenn sie neue Gelegenheiten sieht. Manchmal packt sie einen Menschen, aber nur dann wenn ein Mensch das Gute will und eidenschaftlich sein kann. Jedenfalls solange es um die göttliche Hoffnung geht - es gibt auch eine gottlose Hoffnung, diese aber macht nicht befriedigt sondern offenbart sich schnell als nutzlos und unehrenhaft, sie offenbart sich als schändliche Untugend.

Hoffnung muß sich beweisen. Sie kommt zu dir und spricht und redet and zeigt den Weg, und sie hofft darauf daß du es siehst. Ihr Ziel ist unser Herz, daß wir selbst wahrhaft hoffnungsvolle Menschen werden und daß wir uns von ihr tragen lassen, sie verteidigen, ihr dienen und durch unser Leben immer beweisen daß ihre Güte wahrhaftig ist.

Befürchtung

Befürchtung ist eine Sache die man nur dann akzeptieren darf wenn die Weisheit ihr zustimmt. Etwas zu befürchten ist entweder weise, oder es ist dumm. Bei mir ist es so daß Befürchtung mir die Kraft meiner Hoffnung raubt, und ohne diese Kraft zu spüren fällt mir das Leben schwer. Befürchtung entsteht dann wenn man einer Sache zuviel Wert beimisst, wenn man den Überblick verliert, vor allem dann wenn man den Glauben verliert und damit die Möglichkeit daa authentischste Selbstbewußtsein zu haben.

Weisheit

Die Weisheit ist eine Liebe zum Besten. Sie rät immer zu dem was in einer Situation das Beste wäre. Sie kann wie ein König sein, und wie sein Hofnarr. Der Narr fürchtet sie und denkt sie hat viel zuviel Macht, sie wäre viel zu ernst, sie würde sich viel zuviel herausnehmen. Es gibt aber auch gute Narren. Sie folgen einer verborgenen Seite der Weisheit, wo es nicht so rauscht wie der Wind in den Bäumen, wo oft verborgene Tränen sind, wo die Mitternachtsstunde kommt und wo man klein und unruhig ist, weil die Weisheit nach Freunden sucht und trotzdem nicht immer welche findet. Dann ist sie eben närrisch, um sich unter die Menschen zu mischen und ein freundliches Gesicht zu suchen das endlich einmal barmherzig ist. Den königlich Weisen wird nicht immer Barmherzigkeit zuteil. Sie sagen viel Gutes, aber das fordert den Teufel heraus und dann ergeben sich die Menschen in diese seltsame Liebe zum Zweifel. Die Weisheit macht das nicht mit und dann bringt Gott die treuen Begleiter der Weisheit hervor, die gerechten Seelen die bewahren wollen, die die Weisheit gern haben und ihre Herrschaft dulden. Manchmal kommt es dann zum Krieg, aber den kann die Weisheit immer gewinnen, wenn sie pflichtbewußt ist und den Zorn auf das Böse ausgräbt in ihrem Herzen. Wenn sie sagt, ja ich bin gut, ja ich will den Menschen alles Gute, aber nun muß ich zuschlagen oder die Menschen werden zu dumm.

Freiheit

Es gibt wahre Freiheit, und falsche Freiheit. Die wahre Freiheit ist eine die sich einem Guten zuwendet, die das Selbst ermutigt und bestärkt und gut zu ihm ist, und aber gleichzeitig dieses Selbst menschenfreundlich macht so daß sie auch die Freiheit anderer lobt und sucht. Falsche Freiheit ist so eine die sagt, komm, setz dich durch, raube und stehle, niemand wird's richten, Freiheit ist für den Stärkeren. Falsche Freiheit ignoriert die Macht der Güte und schafft sich damit Feinde. Wahre Freiheit dagegen wehrt sich gegen das Böse. Sie will im Licht sein und auch selbst leuchten, in den Gesichtern derer die sie lieben und die sie selbst auch liebt. Wahre Freiheit fühlt sich gerührt von Märtyrern und Kindern, von denen die entweder fortgehen in das große Weite um ihr Glück zu suchen, oder von denen die überwinden und die Freiheit des nächsten Morgens erschaffen. Die Freiheit treibt kein Spiel, sie benetzt die Augen der Gefangenen mit ihrem Tau, sie jagt das Gewissen der Behäbigen und Leichtherzigen. Sie ist immer um uns herum, sie hat die Gunst der Schönheit gefunden und die Schönheit segnet den Freiheitssuchenden alle Tage. Der Ernst geht mir ihr mit, und auch eine Schwester der Fröhlichkeit sucht ihre Nähe. Der unbesiegbare König der Erfüllung ist ihr Ehemann, und er steht ihr immer zur Seite und ermutig die Freien mit seinem Glanz und mit seiner tiefen Güte. Manchmal ist aber die Freiheit auch traurig, wenn sie das Unabänderliche bemerkt das sich gegen sie stellt und das die Angst hervorruft in den Menschenherzen. Es ist nicht das Leid, die Freiheit ist zu alt um das Leiden zu verachten. Es ist einfach nur das falsche und zu leichte, das dumme und unwahre, es ist unfaßbar, ein Splitter im Auge des Lebens. Viele Menschen ziehen sich so einen Splitter zu und wissen nicht wie ihnen geschieht. Die Freiheit bleibt ihnen, aber sie bemerken sie nicht mehr. Sie suchen nicht mehr Gott der die Freiheit zwingt zu erscheinen und gütig zu sein, auch wenn sie lieber verborgen sein will um zu sehen ob es jemand alleine schafft sich zu erheben aus dem Staub. Das ist ja eines der Spiele und Projekte der Freiheit, ob jemand so sein kann wie sie selbst ist. Aber hier wird die Freiheit so unpersönlich, und sie versteht sich selbst nicht mehr. Sie fällt anheim ihrem Stolz, und dieser Stolz macht sie krank. Sie kriegt seltsame Ängste und Schwächen, ihre Augen sehen so traurig aus. Ihre Hoffnung fehlt. Deshalb muß man oft mir der Freiheit reden. Sie braucht Sinn und eine tiefere Bedeutung die nicht aus ihr selbst kommt. Sie muß etwas aufnehmen, wie die Frau den Samen ihres Mannes. Sie muß ein Kind in die Welt tragen, schon alleine damit sich ihre Ehre und tiefe Würde zeigt. Ihr Ehemann ist so freundlich in diesen Momenten, so ruhig und glücklich. Denn er weiß daß auf diese Weise die Freiheit ewig ist. Daß sie auch morgen noch da sein wird, weil sie geliebt werden kann und lieben darf. Ohne die Liebe ist die Freiheit ein Netz das sich zusammenzieht.

Würde

Würde ist kein Ring an einem Finger. Würde ist Wahrheit die sich selbst erlaubt. Würde ist furchtlose Liebe, und Würde ist ängstlich, jedoch überwindet sie sich schnell, und noch schneller wenn ihr auch nur einer beisteht. Würde ist das in uns was uns stark macht in der Not. Die Würde ist oft unerkannt, sie besteht in uns wie ein schönes, großes Haus, und sie will sich schenken dem Obdachlosen. Die Würde herrscht über die Welt und wartet auf die vielen die sie ergreifen. Würde kann sich für Haß oder für die Liebe entscheiden, aber in der Liebe ist sie viel stolzer und auf eine noble Weise fröhlich. Wenn Würde haßt, ist sie fürchterlich, vor allem wenn ihr Gottes Zorn beispringt. Sie wischt aber das Böse schnell beiseite, und denkt dann nicht mehr oft daran, es sei denn um zu bedauern daß das Böse sich für das Böse entschieden hat und nicht für etwas wie sie. Die Würde weiß, ihre Samen sind in jedem. Sie kann unvergeßliches Glück schenken wenn sie sich mit der Weisheit und mit der Barmherzigkeit verbündet und gemeinsam mit ihnen Pläne schmücken kann die die Welt verändern. Würde ist ein Gesicht daß Wange an Wange mit jemand anderem zusammen ist. Würde ist der Anfang der Liebe.

Hass

Hass ist etwas daß die Bösen versuchen zu verkrümmen. Es ist eine gefährliche Waffe, und sie darf nur gegen das gerichtet sein was die Liebe unmöglich macht. Haß ist immer ein großes Unglück, denn keiner ist weise genug ihn richtig zu benutzen, außer manchen kindlichen Seelen die reiner sind als die anderen. Manchmal versucht Hass das zu erreichen was auch die Liebe erreichen will. Dort offenbart sich der Hass als ein kleines Wesen das nicht schön ist. Es kann aber schön sein wenn es im Lichte Gottes steht und dort als gut und seelenvoll erwiesen wird. Wenn Hass aber nicht so ist dann steht er im Chaos und wird nichts verändern, wird nur eine Leere sein die im Chaos untergeht. Hass kann nicht Güte werden. Er muß der Güte weichen wenn es die Weisheit und die größere, würdevolle Liebe die in Gott ist verlangen. Hass muß sehr still in sich sein und sich selbst gut kennen. Hass muß vollendete Kontrolle über sich selbst haben und er sollte nicht einsam sein. Hass muß Gott kennen, richtig gut kennen, und sich selbst verlieren können in Ihm und in seiner Güte. Wenn der Hass das falsche hasst ruiniert er etwas Gutes und verstopft reine Quellen. Gegenüber manchen Menschen, und gegenüber Gott, muß sich der Hass wehrlos machen. Der Mensch der hasst muß sich fragen, was will mein Hass? Verstehe ich ihn richtig? Kann ich mit Liebe vielleicht dasselbe erreichen wie das was ich mit Hass erreichen wollte? Ist mein Hass zynisch, oder ist er vielleicht nur ironisch, und damit schon entgiftet? Wenn Hass mein Leben ist, was bin ich dann? Ein Narr vielleicht? Warum machen soviele ihren Hass so endlos? Warum ziehen sie ihn nicht zurück und beobachten ihn einmal? Es ist wie Zähneputzen, wenn Klarheit kommt muß der Hass weichen und er sagt dann, ganz still, ich wollte nur beschützen. Ich wollte eine Ehre, ich wollte zeigen daß ich auch gut bin. Ich wollte ruhig sein und Worte sagen die etwas Schönes zeigen. Daß da etwas ist was mir hilft, und es scheint eine gute Macht zu sein. Still schrieb ich etwas in manche Seelen, eine Güte die nicht viele erreichen. Ich war kein Henker, ich sorgte mich um einen Menschen. Ich stieg in ein Grab das man jemandem geschaufelt hatte. Und ich nahm das Irrationale und wusch es fort. Ich öffnete die verborgenen Schmerzen und sprach gütig mit jeder von ihnen. Ich wollte daß er lebt und dennoch freundlich ist, dieser Hass. Ich zeigte ihm seine Grenzen und rügte ihn im Gewissen. Er soll weichen können damit die Liebe wärmer und deutlicher hervortritt, aber im Schatten soll er lebendig bleiben, in dieser tiefen Freundlichkeit die er nun kennt, und wenn es notwendig wird darf er hervortreten und die Wahrheit verteidigen die die Menschen entweder leben oder sterben lassen.

Angst

Angst ist eine Kreatur die nur halb und halb existiert, die wir lieben müssen. Aber nicht so daß sie größer wird sondern so daß sie immer kleiner wird, bis sie sich entpuppt als eine kleine Zärtlichkeit dem Leben gegenüber, als ein Menschlein das Wärme und Freundlichkeit sucht. Es gibt Wege sich als Erwachsener Mann der Angst anders zu entledigen, man kann stärker werden als sie. Aber der sicherste Weg ist die Angst durch Liebe zu vertreiben. Doch hier kommt die Frage, will ich die Angst durch meine Liebe vertreiben, oder lasse ich sie durch die Liebe anderer Leute oder durch die Liebe Gottes vertreiben? Mache ich eine Pilgerreise, oder einen Feldzug. Die Erfahrung der Angst gibt die Gelegenheit zu großer Tiefe im Leben. Wer die Angst kennt, der kennt auch den Mut. Und wer Mut hat, hat Ehre, immer. Der Teufel aber will oft die ängstlichen so manipulieren daß ihr Mut ins Leere läuft. Der, der Angst vor Spinnen hat kann einen Hammer nehmen und eine Spinne erschlagen. Aber wenn die Spinne zur fixen Idee wird, wie kann man sie erschlagen? Wenn man Angst hat, wird die Vernunft trügerisch. Man denkt, aber der eigene Gedanke wendet sich gegen das Leben und gegen das Glück in uns. Man mauert sich selbst beständig ein. Was immer hilft ist die vertrauensvolle Hinwendung zu Gott. Jedes Gebet distanziert uns von der Angst und wenn wir dann weise weitergehen wird die Angst immer harmloser. Es bleibt dann nur die Erfahrung der eigenen Bedürftigkeit, und das wird uns in der Liebe immer helfen, man weiß um die Bedürftigkeiten anderer ehe sie offenkundig sind. Gott nimmt die Erfahrung der Angst, und macht sie zu einer inneren Stärke, solange wir immer vertrauensvoll überwinden wollen. So kann man groß werden ohne unmenschlich zu werden, und man findet eine innere Wärme in sich die man vorher noch nicht kannte.

Ernst

Der Ernst ist eine Sehnsucht in uns nach dem Richtigen. Manchmal kommt er sauertöpfisch daher und macht sich ein bißchen lächerlich, aber dahinter steckt oft eine Verletzlichkeit gegen die sich der Ernst wehren möchte. Der Ernst muß lernen schön und sanft zu sein, dann hat er etwas Göttliches. Auch darf er sich nicht seine Fähigkeit zum Lächeln rauben lassen, denn dann versteht er sich selbst und kann schöner als schön werden, wie ein Wind der aus dem Süden kommt und das nördliche Land an die Wärme erinnert die da unten zu finden ist. Ernst darf nie richtig kalt sein, denn dann kann er nichts genießen und die Kälte raubt ihm die Geduld. Er wird leer und erinnert die Menschen an eine Art Tod die es seit Christus nicht mehr gibt. Der Ernst muß frei sein, und dennoch fest gebunden an die Liebe. Und er muß sich dem Glück ergeben wollen, nicht nur der Gerechtigkeit.

Glück

Glück ist eine gute Entscheidung die ein anderer für dich trifft und damit dein Leben bereichert. Es gibt verschiedene Arten von Glück, und sie alle verlangen von uns nur eines, die Dankbarkeit, damit man das Glück in sich behält und vorsichtig mit sich durch das Leben tragen kann. Glück ist wie so ein Gedanke, der zum Gefühl wird, und dann zu einem Bausch voller Leben um die eigene Gestalt. Glück ist etwas Lebendiges und Funkelndes, eine Weichheit, ein Lachen, eine verborgene freundliche Träne. Es gibt soviel verschiedenes Glück - und es lockt uns aus vielen Richtungen. Im Inneren aber ist ein Glück verborgen das ewig ist - das Glück daß wir der Liebe bedürfen und immer wieder nach ihr suchen.

Gesundheit

Die Gesundheit sagt ich lebe. Sie sagt, was soll schon geschehen, ich kenne doch den Schmerz, dieser Clown und dieser kleine arme Vogel in meiner Brust der sich verfangen hat, den ich um Gottes Willen nicht vertreiben darf, damit er in mir leben kann und mich nicht töten muß um sich zu befreien. Gesundheit ist der Name des Geistes der in uns lebt, wenn er den Willen Gottes gemalt sieht am Himmel, wenn das Lächeln der Gesichter plötzlich so ehrlich wird, wenn da irgendwas mysteriös Gutes geschieht daß dich auf seine Schaufel nimmt und ins Leben wirft. Gesundheit ist ein Brand seltsamer Bäume, eine seltene Gabe die nur ganz kranken und armen Menschen zuteil wird.

Liebe

Liebe ist ein Stein den dir das Schicksal an die Stirn des Herzens wirft. Ein Glaube der in uns wir selbst werden will. Ein Gedanke der sich weinend verbirgt in uns. Eine Langeweile die Messer zückt. Ein Wünschen das aus dem Frieden kommt. Eine Sprache aus Melodie und Schmerzen und Glück. Eine Gunst die sich aufteilt und sich opfert im Angesicht des Todes, um Mitleid haben zu können. Eine Achtung der Ehrlichkeit mit tiefen Augen und Furcht. Ein plötzliches, ironisches Lächeln das die Engel andachtsvoll erlauben. Eine Freiheit wie ein Wattebausch, getränkt mit blutroten Fruchtsäften. Ein plötzliches Wissen, es ist nicht schlimm, ein plötzlicher Griff in den Himmel um einen Stern einzustecken.

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